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Biologie

In Oberschwaben finden Mensch und Fauna & Flora zusammen!

Die Vielgestaltigkeit der Landschaft in Oberschwaben und ihr Abwechslungsreichtum lässt jeden Naturliebhaber immer wieder staunen.
Markante Lebensräume wie beispielsweise Seen, Weiher und Tümpel, Flussufer und Bachläufe, Moore, Wälder, insbesondere der Bergwald im Adelegg, Hecken, Wiesen und Ackerfluren beherbergen eine vielfältige Flora und Fauna.

Für Oberschwaben sind vor allem die zahlreichen Feuchtgebiete und die bekannten Moorgebiete Wurzacher Ried und Federseeried charakteristisch. In den Mooren Oberschwabens wachsen botanische Kostbarkeiten wie z.B. die Blumenbinse (Scheuzeria palustris) oder der sehr seltene Karlszepter (Pedicularis sceptrum-carolinum), die dort seit der letzten Kaltzeit überdauern konnten.
Vom Menschen angelegte Weiher, artenreiche Streuobstwiesen und Streuwiesen, als Ergebnis extensiver bäuerlicher Landnutzung ergänzen die große Vegetationsvielfalt.
Der Bodensee beherbergt weitere botanische Raritäten. In seiner Uferzone wachsen an einigen Stellen auf kiesigsandigem Grund seltene Strandrasenpflanzen wie das Bodensee-Vergissmeinnicht (Myosotis rhesteineri).

Die Fauna Oberschwabens ist ebenso vielfältig wie seine Flora. Die Moorlandschaften Oberschwabens stellen für die unterschiedlichsten Tierarten vielfältige Lebensräume. So bietet das Federseeried hervorragende Bruthabitate für Möwen, Enten und Taucher. Vögel wie der Purpurreiher (Ardea purpurea), der Seeadler (Haliaeetus albicilla) und der Schwarzmilan (Milvus migrans), aber auch das seltene Blaukelchen (Luscinia svecica) sind hier zu beobachten.
Die Argentäler zählen aufgrund ihrer Lage mit ca. 87 Brut- und 29 Zugvogelarten ebenfalls zu den Vogelparadiesen Oberschwabens. Hier ist u.a. der Kolkrabe (Corvus corax), der Eisvogel (Alcedo atthis), der Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus) und die Wasseramsel (Cinclus cinclus) zu entdecken.
Ein weiterer typischer Bewohner Oberschwabens ist der Biber (Castor fiber), dem die zahlreichen Bach- und Flussläufe ideale Lebensräume bieten. Nachdem der Biber aufgrund intensiver, hundert Jahre langer Bejagung aus Oberschwaben verschwunden war, ist der z.B. ins Wurzacher Ried zurückgekehrt.

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Literaturhinweise zum Themengebiet Biologie in Oberschwaben

  • ENGELHARDT, O. (1997): Der lauten Welt entrückt. Rund um den Federsee. – In : Engelhardt, Bauer, Genser, Gotthard, Hüttl, Lange, Oppermann, Prinz & Wolf (Hrsg.): Naturerlebnis Baden-Württemberg. Landschaft-Pflanzen-Tiere. –313 S., Konrad Theiss Verlag, Stuttgart.
  • HERWANGER, H. (2009): Botanischer Streifzug durch Oberschwaben. – Oberschwaben Naturnah, 33- 42.
  • MÜCKE, G. (1989): Das Moor neu entdecken. - Landbuch-Verlag, 173 S., Hannover
  • REIDL. K. & H.-P. DÖLER (2006): Die Pflanzenwelt. – 79-122, In: Regierungspräsidium Tübingen (Hrsg.): Die Naturschutzgebiete im Regierungsbezirk Tübingen, 2. Aufl., Jan Thorbecke Verlag, Ostfildern.
  • SORG, J. (1972): Typische Vegetationsbilder der Oberschwäbischen Landschaft. - 52-80 - In: OTT, S. (Hrsg.): Oberschwaben. Gesicht einer Landschaft. - 2. Aufl., Otto Maier Verlag, Ravensburg.